WEBLOG
Blog, Neuigkeiten und Termine

Bundessozialgericht zum Praxisverkauf

Das Bundessozialgericht erschwert den Praxisverkauf – drei Jahre Anstellung erforderlich.

Die in eine Arztstelle zur Anstellung umgewandelte vertragsärztliche Zulassung kann nach der Entscheidung des BSG nur dann nachbesetzt werden, wenn der ursprünglich verzichtende und angestellte Arzt mindestens 3 Jahre als Angestellter selbst tätig war – und zwar grundsätzlich in vollem Umfang der ursprünglich vorhandenen Zulassung. Für diesen Zeitraum verweist das BSG auf die Regelung des § 103 Abs. 3a SGB V, wonach erst eine Dauer von 3 Jahren zur Privilegierung des Job-Sharing-Partners oder -Angestellten im Nachbesetzungsverfahren führt.

Ausnahmen sollen nach dem Spruch der Kasseler Richter nur gelten, wenn unvorhergesehene Umstände eintreten, die eine frühere Nachbesetzung der Anstellung erforderlich machen, wie z.B. einer plötzlich auftretenden Erkrankung. Zulässig soll auch sein, schrittweise im Umfang von jeweils einer ¼-Stelle je Jahr die Tätigkeit zu reduzieren und in diesem Umfang einen Nachfolger aufzubauen.

Uro-News 7-8/2016
Zeitschrift: Uro-News > Ausgabe 7-8/2016Autor:Dr. med. Dr. iur. Reinhold Altendorfer
Quelle <https://www.springermedizin.de/praxisrelevante-urteile/bundessozialgericht-erschwert-den-praxisverkauf/10356994?fulltextView=true>

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Termin vereinbaren

Nehmen Sie ganz einfach Kontakt zu uns auf,
wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen.